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Kultureller Sicherheitsabend

Nachbetrachtung der Veranstaltung
am 5. Dezember 2025

Von Harald Damskis, Seniorenvertreter im Stadtbezirk Sendling-Westpark, Vorsitzender Fachausschuss Sicherheit

Dr. Reinhard Bauer, Vorsitzender des Seniorenbeirats, eröffnet die Veranstaltung und begrüßt die Gäste
Dr. Reinhard Bauer, Vorsitzender des Seniorenbeirats, eröffnet die Veranstaltung und begrüßt die Gäste Foto: Harald Damskis

Zum Jahresausklang lud der Seniorenbeirat der Landeshauptstadt München am 5. Dezember 2025 zum Kulturellen Sicherheitsabend in den Festsaal des Alten Rathauses ein. Knapp 300 Seniorinnen und Senioren sowie geladene Gäste folgten der Einladung – ein deutliches Zeichen für das große Interesse an den Themen Sicherheit, Prävention und gesellschaftlicher Zusammenhalt.

Der Vorsitzende des Seniorenbeirats, Dr. Reinhard Bauer, eröffnete den Abend und begrüßte die Anwesenden herzlich. In seinen einleitenden Worten ging er auch auf den besonderen Veranstaltungsort ein. Der Festsaal mit seiner kunstvoll geschnitzten Holztonnendecke und dem Wappenfries mit 99 Stadtwappen stehe sinnbildlich für den historischen Einfluss und den Machtanspruch der Stadt München im Spätmittelalter.

Durch das abwechslungsreiche Programm führte Harald Damskis. Fachliche Impulse und kulturelle Beiträge wechselten sich in einem ausgewogenen Ablauf ab und verliehen dem Abend eine besondere Dichte.

Das Grußwort aus dem Rathaus sprach Dominik Krause, Zweiter Bürgermeister der Landeshauptstadt München. Er würdigte die Arbeit der Münchner Polizei und betonte, dass Sicherheit in einer Großstadt nicht allein Aufgabe der Behörden sei. Vielmehr sei sie eine Gemeinschaftsaufgabe von Polizei und Stadtgesellschaft. Prävention spiele dabei eine zentrale Rolle. „Nur wenn konsequente Polizeiarbeit, Prävention und soziale Arbeit Hand in Hand gehen, werden wir in München sicher leben können“, so Krause. Für dieses Ziel wolle er sich auch künftig engagieren.

Anschließend ergriff Münchens Polizeipräsident Thomas Hampel das Wort. Seit 2020 im Amt, konnte er erneut eine erfreuliche Bilanz ziehen: Zum 49. Mal in Folge wurde München als sicherste Millionenstadt Deutschlands ausgezeichnet. Gleichzeitig machte Hampel deutlich, dass für die Münchner Polizei nicht nur statistische Zahlen zählen. Auch das subjektive Sicherheitsgefühl der Bürgerinnen und Bürger werde ernst genommen. Sein klarer Appell lautete: „Rufen Sie beim geringsten Verdacht sofort die 110 an. Vertrauen Sie Ihrem Bauchgefühl.“ Wer sich weiter informieren möchte, findet aktuelle Daten zur Sicherheitslage im „Sicherheitsreport München“ auf der Internetseite des Polizeipräsidiums München.

https://www.polizei.bayern.de/kriminalitaet/statistik/006991/index.html

Den ersten musikalischen Höhepunkt des Abends setzte der Frauenchor der Münchner Polizei mit Vorständin Monika König und unter der musikalischen Leitung von Dr. Evi Haberberger. Die 27 Sängerinnen sorgten mit „Skyfall“ von Adele für eindrucksvolle Momente und Gänsehautgefühl im Publikum. Es folgte das romantische „I Will Follow Him!“ von Peggy March, bevor mit „Hakuna Matata“ aus dem Disney-Film „Der König der Löwen“ ein beschwingter und heiterer Abschluss gelang.

Einen ganz anderen, aber ebenso eindrucksvollen Akzent setzte der Vortrag von Cem Karakaya, langjähriger Interpol-Mitarbeiter und Experte für Cybercrime. Sein Thema: „Digitale Welten erfordern digitale Kompetenzen“. Statt einer trockenen Fachpräsentation erwartete das Publikum ein lebendiger, humorvoller und zugleich aufrüttelnder Vortrag. Karakaya zeigte aktuelle Betrugsmaschen auf und gewährte Einblicke in die Schattenwelt“ der Internetkriminalität. Dabei ging es ihm nicht darum, Angst zu machen, sondern um Aufklärung und Stärkung. Digitale Selbstverteidigung stand im Mittelpunkt. Zum Abschluss ließ er das Publikum ein symbolisches Versprechen ablegen, grundlegende Regeln der IT-Sicherheit künftig zu beachten – etwa, Passwörter niemals mehrfach zu verwenden.

Für den kulturell-humorvollen Ausklang sorgte Roland Hefter. Der Münchner Liedermacher und Kabarettist, bekannt für sein soziales Engagement, präsentierte Ausschnitte aus seinem aktuellen Programm. Mit Liedern und selbstironischen Geschichten sprach er Themen an, die viele bewegen – darunter auch das Älterwerden. Seine Beiträge regten zum Nachdenken an, ohne belehrend zu wirken, und trafen damit spürbar mitten in die Herzen der Zuhörerinnen und Zuhörer.

Zum Abschluss des Bühnenprogramms holte Hefter den Frauenchor der Münchner Polizei noch einmal auf die Bühne. Gemeinsam sangen sie das Münchner Zivilcourage-Lied „A bisserl mehra schaun, a bisserl mehra traun“. Der eindringliche Appell, nicht wegzuschauen, wenn andere Hilfe brauchen, und als Gesellschaft zusammenzustehen, bildete einen würdigen Schlusspunkt.

Im Anschluss nutzten viele Gäste die Gelegenheit zum persönlichen Austausch. Im Foyer standen Getränke und kleine Speisen bereit, organisiert von der Geschäftsstelle des Seniorenbeirats, der wir herzlich dafür danken. Zudem informierten mehrere Stände über Angebote rund um Sicherheit und Prävention.

Der Seniorenbeirat selbst war mit einem Infostand vertreten. Er setzt sich für die Interessen von mehr als 300.000 Menschen über 60 Jahren in der Landeshauptstadt München ein und vertritt deren Anliegen gegenüber Stadtrat und Stadtverwaltung. Ergänzt wurde das Informationsangebot durch die örtliche Seniorenvertretung aus dem Stadtbezirk 19 (Thalkirchen – Obersendling – Forstenried – Fürstenried – Solln) auf Initiative von Arved Semerak.

Ebenfalls präsent war der „Münchner Blaulicht – Polizeiverein für Prävention und Bürgerbegegnungen e. V.“. Mit seinem Vorstand Robert Kopp und zahlreichen Mitgliedern stand er für Fragen zur Verfügung. Das Angebot wurde von den Gästen rege genutzt.

Abgerundet wurde das Informationsangebot durch die Sicherheitsberatung für Seniorinnen und Senioren, ein Kooperationsprojekt des Seniorenbeirats und des Münchner Polizeipräsidiums. Teamleiter Berthold Ottmann und sein Team informierten praxisnah darüber, wie sich ältere Menschen im Alltag besser schützen können.

Der Kulturelle Sicherheitsabend im Alten Rathaus hat eindrucksvoll gezeigt, wie wichtig Gemeinschaft, gegenseitige Unterstützung und Information für ein sicheres und lebenswertes Miteinander in München sind. Die wertvollen Impulse, bewegenden musikalischen Momente und offenen Gespräche schufen eine Atmosphäre des Vertrauens und der Zuversicht. Mit dem gemeinsamen Engagement aller Beteiligten kann unsere Stadt auch in Zukunft ein Ort der Sicherheit und des sozialen Zusammenhalts bleiben. Vielen Dank an alle, die zum Gelingen dieses besonderen Abends beigetragen haben.